Zeitschrift netzwerk WOHNEN berichtete

netzwerk WOHNEN berichtete in der letzten Ausgabe über den Alleenhof

Erster Spatenstich zum „Alleenhof“

Nun ist es soweit, der Startschuss für unseren „Alleenhof“ ist gefallen!

Pünktlich zum 55-jährigen Jubiläum der AWG „Eisenach“ eG haben wir es geschafft, unser neuestes Projekt, den Neubau des Alleenhofes, zu beginnen. Im feierlichen Rahmen mit vielen Gästen, unter anderem dem Oberbürgermeister der Stadt Eisenach, Herrn Matthias Doht, und unserem Verbandsdirektor des vtw., Herrn Hans-Joachim Ruhland, Vertretern der finanzierenden Bank und Handwerksunternehmen, dem Genossenschaftsbeirat und Aufsichtsrat der AWG „Eisenach“ eG, wurde der erste Spatenstich zum Neubau vollzogen. Unsere Genossenschaft hat in den vergangenen 55 Jahren viele Veränderungen durchlebt. Seit der Gründung am 19.05.1954 hat sich die AWG „Eisenach“ zu einer starken Genossenschaft entwickelt. Der Aufbauphase in den ersten Jahren folgte schnell die industrielle Fertigstellung von Wohnblocken. Die Nachfrage nach Wohnraum in der Genossenschaft war groß. Mit der Wende traten zunächst die Aufgaben der Sanierung und Modernisierung in den Vordergrund. Ende der Neunziger begannen wir wieder mit dem Neubau von Wohnungen. Die demografische Entwicklung erforderte in den Jahren nach 2002 neue, schwerwiegende Entscheidungen. Nämlich die Entscheidung zur Reduzierung von Wohnraum, um den geänderten Marktanforderungen gerecht zu werden. Stadtumbau und Stadtentwicklung unter dem Motto „Mehr Stadt für weniger Bürger“ gewannen in Eisenach und speziell in Eisenach-Nord an besonderer Bedeutung. 10 Häuser der Genossenschaft machten Platz für Grünflächen, Licht, Luft und Sonne und werteten das Wohngebiet auf. Aber alle Lücken sollen nicht bleiben. Der allgemeine Wandel der Nachfragestruktur nach Wohnraum hat auch vor unserer Genossenschaft nicht Halt gemacht. Bei uns wohnen immer mehr ältere Bürger, die neue Wohnformen nachfragen, die gerne in ihrer gewohnten Umgebung wohnen bleiben möchten, aber auch die Annehmlichkeiten einer Betreuung oder einfach eines Aufzuges wünschen. Seit mehr als zwei Jahren überlegten wir daher sehr genau, was für unsere Genossenschaft der richtige Weg zum Ziel ist. Die Entscheidungsfindung war nicht immer einfach. Die ersten Gedanken zum Teilrückbau der vorhandenen Gebäude mit Grundrissveränderungen mussten wir schnell über Bord werfen. Es rechnete sich nicht. Die Idee, einen Neubau zu errichten, der ohne aufwendige Umbauarbeiten gleich alle erforderlichen Funktionalitäten eines barrierefreien Gebäudes liefert, brachte uns dem jetzigen Projekt nahe. Durch einen Architektenwettbewerb erhielten wir gute Vorschläge, die nun der Prüfung auf Realisierbarkeit standhalten mussten. Viele Stunden der Oberlegungen, Gespräche mit der Stadtverwaltung, und der finanzierenden Bank, Vorschläge des Architekturbüros, Erfahrungsaustausch mit Kollegen anderer Genossenschaften folgten. Nun ist die Entscheidung gefallen. Leicht haben wir es uns nicht gemacht. Ein Neubau eines barrierefreien Wohnhauses mit 20 Wohnungen, einer Tagespflege, einer Wohngruppe für 11 Bewohner und einem Gemeinschaftsbereich für viele Veranstaltungen soll entstehen. Dieser Neubau soll auch unser Beitrag zur Stadtentwicklung sein, um dem Stadtteil Eisenach-Nord sein eigenes, positives, vor allem angenehmes Gesicht zu prägen. Wir danken allen, die an der Vorbereitung des Projektes beteiligt sind und zum guten Gelingen beitragen werden. Wir wünschen uns einen reibungslosen Bauverlauf, eine pünktliche Fertigstellung im Sommer 2010 und vor allem eine positive Resonanz bei den zukünftigen Bewohnern des „Alleenhofes“, dass unsere Genossenschaftsmitglieder ihren „Alleenhof“ mit Leben füllen.

Quelle:

netzwerk WOHNEN, Die Zeitschrift der Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Ausgabe 2/2009, Seite 22

Text von Ines Hartung, Vorstand, AWG,,Eisenach“eG